Tim Gloßner auf der Nordschleife

Großer Erfolg in der Rennrad-Bundesliga

Die Nordschleife am Nürburgring kennen die meisten Sportinteressierten. Ob mit schnellen Autos oder Motorrädern, Testfahrzeugen oder auch immer öfter mit Rennrädern: die Strecke in der Eifel ist immer eine besondere Herausforderung. Streckenabschnitte wie Fuchsröhre, Karussell, Hohe Acht und Döttinger Höhe gehören fest zum Sprachwortschatz der Fangemeinde. Tim Gloßner hat diese Namen seit 26.Juli ebenfalls verinnerlicht, an diesem Tag fand ein Bundesligarennen auf dem historischen Kurs statt. Der junge Mann aus Nennslingen vom RC Germania Weißenburg ging mit seinem Team „Benotti – Berthold“ an den Start. 110 Kilometer mit 2500 Höhenmetern in fünf Runden sprechen für eine bergige Herausforderung, trotzdem wurde fast eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h erreicht.

Tim Gloßner: „Der wellige, bergige Kurs machte das Rennen schon früh selektiv, die Hohe Acht wurde im Renntempo mehrfach überfahren, das Hauptfeld wurde dabei schnell kleiner“. Aber er hielt sich nicht nur in der Hauptgruppe, sondern setzte in Runde vier die entscheidende Attacke: mit einem Angriff konnte er sich mit drei weiteren Fahrern vom Hauptfeld lösen. Die Vierergruppe meisterte die letzte Runde zunächst alleine. Zwei Kilometer vor dem Ziel schlossen zwei weitere Mitstreiter von hinten auf die Ausreißer auf. Einer dieser Verfolger war der Teamkapitän vom Team Benotti-Berthold, Patrick Reißig. Tim erklärt, fast ein wenig entschuldigend, seine absolute Mannschaftstreue, ein Grundbaustein im Radsport: „Patrick ist unser Kapitän und steht aktuell auf Platz 5 der Bundesliga-Wertung, deshalb bin ich im Sprint für ihn angefahren statt für mich selbst zu fahren.“ Patrick Reißig konnte sich im Zielsprint durch diese Hilfe Platz Vier sichern, Tim Gloßner ergatterte sich, trotz der Helferdienste, noch den starken sechsten Rang. „Bin mit dem Tag richtig zufrieden“, äußert sich Gloßner wohlverdient im Schlusswort.