
Vom
3. bis 8.Juli 2005 fand nahe Venedig, in Lignano Sabbiadoro das European Youth
Olympic Festival (EYOF) statt. Der BDR war mir den Jugendfahrern John Degenkolb
(Germania Weißenburg), Michael Riedle (RSC Sigmaringen) und Nils Plötner
(SSV Gera 1990) vertreten. Betreut wurden die Aktiven von von BDR-Trainer Hermann
Mühlfriedel und Klaus Markl. Am EYOF waren in 11 Sportarten insgesamt 2500
Teilnehmer aus 48 Nationen am Start. An den Radsportwettbewerben beteiligten
sich 100 Jugendfahrer aus 38 Nationen.
Der erste Radsportwettbewerb war ein Einzelzeitfahren über 7,4 km, das
ohne jegliches Zeitfahrmaterial bestritten werden musste. Es gewann der Russe
Evgeny Kovalev, mit einem Stundenmittel von 47,5 km/h. Michael Riedle und John
Degenkolb fuhren unter die Top Ten und belegten die hervorragenden Plätze
7 und 8. Nils Plötner wurde 29.
Beim Kriterium bestand am folgenden Tag die Aufgabe zunächst darin, sich in 3 Vorläufen, in denen jeder Fahrer auf sich selbst gestellt war, für das Finale zu qualifizieren. Dies schaffte jeder der deutschen Teilnehmer. Die Mannschaft hatte somit neben 4 weiteren Nationen den Vorteil, im 36köpfigen Feld des Finales in kompletter Stärke antreten zu können, hatte also mannschaftstaktischen Spielraum. Nach einem sehr kampfbetonten und schnellen Rennen über 24,7 km mit 8 Wertungen konnte sich John Degenkolb hinter dem Italiener Elia Viviani die Silbermedaille sichern. Mi-chael Riedle und Nils Plötner, die John Degenkolb hervorragend unterstützt hatten, belegten die Plätze 31 und 33.
Der letzte Wettbewerb war ein Straßenrennen über 59,4 km auf einem flachen 6,6km-Rundkurs. Die Deutsche Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und wollte unbedingt eine weitere Medaille gewinnen. Drei Runden vor Schluss sah auch alles danach aus, denn John Degenkolb hatte einen Ausreißversuch lanciert und konnte sich in einer Dreiergruppe deutlich vom Feld absetzen. Aber eingangs der Schluß-runde wurden die Ausreißer wieder eingeholt und es kam zu der allseits erwarteten Massenankunft, bei der Degenkolb und Riedle stürzten und abgeschlagen auf den Plätzen 56 und 69 das Ziel erreichten. Allerdings konnte sich Nils Plötner hervorragend in Szene setzen und nach Fotofinish, nur hauchdünn geschlagen, die Bronzemedaille sichern. Es gewann wiederum der Italiener Elia Viviani vor dem Briten Adam Blythe.
Im
Medaillenspiegel der Radsportwettbewerbe belegte Deutschland mit jeweils einer
Silber- und Bronzemedaille hinter Italien (2XGold, 1XBronze) und Russland (1X
Gold) Platz 3. Dahinter rangierten Großbritanien, Lettland und Belgien.