Ein ganzes Rennsportwochenende haben die U11- und U13-Sportler der RCG-Weißenburg vom 29.04.05 – 01.05.05 in Gera und Greiz bei der 3. Ostthüringen-Tour verbracht.


Am Freitag Mittag ging es für Johannes Wittmann, Maximilian Fröstl und Sebastian Wittmann nach Gera, wo nach der Einschreibung um 15:00 Uhr und dem Bezug der Quartiere (in einer Bundeswehr-Kaserne) um 18:00 Uhr der Prolog stattfand.
Dieser wurde für jeweils die eine Hälfte der Teilnehmer (es waren jeweils fast 50 Teilnehmer in den Klassen gemeldet) als Ausscheidungsfahren (in jeder Runde scheiden die letzten beiden aus) bzw. als Kriterium ausgefahren.
Johannes musste im Ausscheidungsfahren der U11 antreten und ließ in beeindruckender Manier mit einem Start-Ziel-Sieg dem Rest der Teilnehmer keine Chance. Als Lohn für diesen Husarenritt schlüpfte er gleich ins weiße Vielseitigkeits-Trikot (der Kriteriums-Sieger erhielt das gelbe Gesamtführungstrikot).
Maximilian, der im U13-Ausscheidungsfahren antreten musste, verpasste leider etwas den Start, konnte sich aber dennoch den 10. Rang sichern.
Sebastian sicherte sich im Kriterium der U13 in einem Zwischen-Sprint einen Punkt und konnte so diese Rennen als 6. beenden.
Am Samstag Vormittag ging es dann zur 1. Etappe auf die Radrennbahn in Gera zum Geschicklichkeits-Fahrtest. Dabei hatte jeder Fahrer in zwei Durchgängen einen vorgegebenen Parcours auf Zeit zu durchfahren. Für jeden Fehler gibt es 3 Strafsekunden.
Johannes war etwas übermotiviert und stürzte im 1. Lauf. Da dabei die Kette absprang konnte er diesen nicht beenden. Die Motivationsprobleme waren jedoch schnell behoben, so dass er den 2. Lauf in einer guten Zeit von 24,0 Sekunden (allerdings mit 2 Fehlern) beenden konnte. Das weiße Trikot konnte er aufgrund seines Missgeschickes nicht verteidigen.
Maximilian brachte beide Läufe mit einer passablen Zeit und jeweils einem Fehler zu Ende, was zu einem Platz im Mittelfeld reichte.
Sebastian legte einen fehlerfreien 1. Lauf in 23,7 Sekunden hin, patzte dann allerdings im 2. Lauf mit 2 Fehlern. Er reichte dennoch zum 7. Platz in der Gesamtwertung.
Nach dem Mittagessen fand in Silbitz die 2. Etappe als Rundstreckenrennen statt. Die 3,6 km Rund war schnell zu fahren, hatte aber auch zwei gefährliche Stellen.
Da die unerfahrenen U11er mit Starterfeldern von fast 50 Fahrern noch ihre Probleme hatten, kam es im Rennen zu mehreren Stürzen. In einen war unverschuldet leider auch Johannes (zu diesem Zeitpunkt am Ende 7-köpfigen Spitzengruppe fahrend) verwickelt. Da er sich dabei viele Abschürfungen zuzog und auch das Rad in Mitleidenschaft gezogen war, musste er das Rennen (zusammen mit einem anderen aussichtsreichen Teilnehmer aus Erfurt) im Krankenwagen beenden. Er wurde dennoch als Letzter gewertet, fiel aber in der Gesamtwertung auf Platz 28 zurück.
Auch in der U13 kam es zu Stürzen, allerdings brachten Maximilian und Sebastian ihr Rennen sturzfrei zu Ende. Letztere zeigte seine Sprintqualitäten und belegte den 8. Rang. Auf diesem fand sich Sebastian am Samstag Abend auch in der Gesamtwertung wieder. Maximilian verpasste leider den Anschluss an das Hauptfeld und landete im letzten Drittel.
Nach einer kurzen Nacht (alle Tour-Teilnehmer waren am Samstag Abend ins Kino eingeladen) ging es am Sonntag morgen auf die 3. und letzte Etappe nach Greiz. Dort wurde auf einem sehr welligen Kurs ein Straßenrennen ausgetragen.
Johannes wagte unter Schmerzen den Versuch die Tour zu beenden um wenigstens in die Gesamtwertung zu kommen. Dies gelang ihm, obwohl vorsichtig aus der letzten Reihe startend, prächtig, indem er am steilen Schlussanstieg, das ganze Feld von hinten aufrollte und noch 8. wurde. Mit diesem Ergebnis erreichte ein tapferer Kämpfer noch den 20. Rang in der Gesamtwertung.
Sebastian fühlte sich an diesem Morgen nicht so fit. So wurde er leider in der zweiten Runde am Schlussanstieg noch auf den 17. Platz durchgereicht. Es gelang ihm dennoch mit diesem Ergebnis am Ende Platz 9 in der Gesamtwertung zu belegen.
Maximilian dreht an diesem Tag voll auf, zeigte seine Stärken gerade am Berg und belegte ein hervorragenden 10. Platz. Damit verbesserte er sich im Gesamtergebnis noch auf den 28. Platz.

Alles in allem war es ein Renn-Wochenende mit Höhen und Tiefen und ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer des RCG-Weißenburg.

Bernhard Wittmann

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